Was die Grundfähigkeitsversicherung absichert

Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine Alternative oder Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese Berufsunfähigkeitsversicherung tritt dann in Kraft, wenn der Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage ist seinen Beruf auszuüben. Dies kann beispielsweise durch die Folge eines Unfalls oder einer schweren Krankheit der Fall sein.

grundfaehigkeitsversicherungSollte dieser Fall eintreffen zahlt die Berufsunfähigkeit dem Versicherten eine monatliche Rente. Die Höhe dieser Rente wird bei Vertragsbeginn mit der Versicherung verhandelt. Maßgeblich sind in der Regel das Eintrittsalter und die Höhe der monatlichen Beiträge. Welche weiteren Unterschiede zwischen der Grundfähigkeitsversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung bestehen, darüber sollte man sich gut informieren. Dabei ist es auch wichtig zu verstehen, warum die gesetzliche Absicherung nur noch bei einer Erwerbsunfähigkeit zahlt und man sich privat gegen eine Berufsunfähigkeit absichern sollte.

Wann die Versicherung zahlt

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt unabhängig davon ob der Versicherte noch in der Lage ist seinen Beruf auszuüben und zwar immer dann, wenn körperliche Defizite bei dem Versicherten auftreten. Also nicht erst bei einer Erwerbsunfähigkeit, sondern auch bei einer Rerufsunfähigkeit. Auch diese können möglicher Weise durch einen Unfall oder eine Krankheit entstehen. Der Versicherte muss dabei mindestens 12 Monate lang die entsprechenden körperlichen Beeinträchtigungen haben.

Dabei unterscheidet die Grundfähigkeitsversicherung normaler Weise zwischen zwei verschiedenen Ursachen der Beeinträchtigung. Bei den härteren Graden reicht bereits eine Folge aus um die Versicherung in Anspruch nehmen zu können. Hierzu zählt das Sehen, also eine Minderung des Sehvermögens von nicht mehr als 2/50 der normalen Sehfähigkeit. Aber auch das Sprechen gehört zu dieser Gruppe, wenn der Versicherte also kein Wort mehr verständlich formulieren kann. Auch die Fähigkeit sich zu orientieren ist ein entscheidender Faktor.

Manche Personen sind nach einer Krankheit nicht mehr in der Lage sich zeitlich oder räumlich zu orientieren und würden in dem Fall zu dieser Gruppe zählen. Letztlich ist auch der Gebrauch der Hände relevant. Ein Versicherter der mit einer Hand einen Stift nicht mehr halten kann gehört automatisch zu dem härteren Versicherungsgrad. Wenn also nur einer dieser Ursachen auf den Versicherten zutrifft beginnt für ihn der Versicherungsschutz der Grundfähigkeitsversicherung.

Welche Ausnahmen bestehen und wann gezahlt wird

Bei etwas schwächeren Folgen verhält es sich anders. Hier muss der Versicherte mindestens drei Bereiche ohne Hilfe nicht mehr bewältigen können um den Versicherungsschutz zu erlangen. Hierzu zählen insbesondere das Hören, Gehen, Tragen, Sitzen, Stehen oder Autofahren.

Sollte bei dem Versicherten die Voraussetzung erfüllt sein, zahlt die Grundfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente. Auch hier kann die Höhe durch die Beiträge selber bestimmt werden. Außerdem kann auch ein Ende der monatlichen Rente vereinbart werden. Dies würde die monatlichen Beiträge reduzieren. Viele Versicherte einigen sich auf diese Klausel, da sie im Alter ausreichend über die Rentenversicherung abgesichert sind.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist vor allem für solche Personen interessant die (noch) nicht berufstätig sind. Das können beispielsweise Schüler, Studenten aber auch Hausfrauen sein die für die Familie eine berufliche Pause einlegen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung würde für sie daher nicht zahlen.

Weiterführende Informationen über die gesetzlichen Regelungen der Rente bei Berufsunfähigkeit kann man hier finden.